PASSING THE RAINBOW / Gozar az zir-e Kaman-e Rostam

Regie, Kamera, Schnitt / Director, Camera, Editor: Elfe Brandenburger, Sandra Schäfer
BRD /
Germany 2007, 71 Min
Dari/meU /
with English subtitles


A teacher who is also an actress, a girls' theatre group in Kabul, a policewoman who as a second job works as an action film director, and Malek_a, who lives as a boy in order to be able to work - these are the protagonists of Passing the Rainbow.
Documentary scenes alternate with staged sequences. The cooperation in Afghanistan was a decisive factor: the female protagonists are a clear corrective of the Western gaze. At issue is the exchange of roles and the assertion of scopes of action.
The references to films of Afghan cinematographic history, which appear as mirages, visualise the interactions and contradictions between images and the actual living conditions. This simultaneously reveals a further level: the process through which representation is developed. Passing the Rainbow is a film that stages the everyday life of the protagonists, reflects gender relations and opens scopes of action in fiction.


Eine Lehrerin, die auch Schauspielerin ist, eine Mädchen-Theatergruppe in Kabul, eine Polizistin, die nebenberuflich als Actionfilm-Regisseurin arbeitet und Malek_a, die, als Junge lebt, um arbeiten zu können - die Protagonistinnen von Passing the Rainbow.
Dokumentarische Szenen wechseln mit inszenierten Passagen: So lädt die Präsidentin ein älteres Ehepaar zur öffentlichen Sprechstunde in ihren Helikopter ein. Entscheidend war die Zusammenarbeit in Afghanistan: die Protagonistinnen wirken als deutliches Korrektiv des westlichen Blickes. Es geht um Rollentausch und Setzung von Handlungsspielräumen.
Der Bezug auf Filme der afghanischen Filmgeschichte, die wie Spiegelungen auftauchen, macht Wechselwirkungen und Widersprüche zwischen Bildern und realen Lebensbedingungen sichtbar. Gleichzeitig zeichnet sich damit eine weitere Ebene ab: der Entstehungsprozeß von Repräsentation. Passing the Rainbow ist ein Film, der Szenen aus dem Alltag der Darstellerinnen inszeniert, Geschlechterverhältnisse reflektiert und Handlungsräume in der Fiktion öffnet.